Konsolidierter Halbjahresbericht der VP Bank Gruppe

Konzernergebnis

Die VP Bank Gruppe erzielte im ersten Halbjahr 2026 ein Konzernergebnis von CHF 32.4 Mio. und steigerte damit den Gewinn gegenüber der Vorjahres­periode um 12.7 Prozent. Wesentliche Treiber der positiven Entwicklung waren der höhere Kommissionserfolg sowie die konsequente Kostenkontrolle.

Kundenvermögen

Die betreuten Kundenvermögen beliefen sich per 30. Juni 2026 auf CHF 57.1 Mrd. und lagen damit 6.4 Prozent über dem Wert per Ende 2025. Sowohl die Netto-Neugeld­zuflüsse als auch die positive Markt­entwicklung trugen zu diesem Wachstum bei.

Das Netto-Neugeld belief sich auf CHF 1.4 Mrd., was einem annualisierten Wachstum von 5.2 Prozent entspricht. Besonders erfreulich entwickelte sich das Geschäft in unserem Heimmarkt Liechtenstein und in der Schweiz, sowie in den Geschäftsfeldern Intermediäre und Asset Servicing.

Neben den Netto-Neugeldzuflüssen leistete die positive Markt­performance von CHF 2.0 Mrd. einen wesentlichen Beitrag zum Wachstum der betreuten Kundenvermögen.

Erfolgsrechnung

Geschäftsertrag

Der Geschäftsertrag belief sich auf CHF 171.6 Mio. und lag damit um 2.2 Prozent unter dem Wert der Vorjahres­periode. Der höhere Kommissions- und Dienstleistungs­erfolg kompensierte den rückläufigen Zinserfolg vollständig. Zudem profitierte der Erfolg aus Finanzanlagen von höheren Dividendenerträgen. Demgegenüber lagen die Erträge im Handels­geschäft sowie der übrige Erfolg unter dem Vorjahresniveau.

  • Zinsgeschäft: Der Erfolg aus dem Zinsgeschäft verringerte sich um 4.9 Prozent auf CHF 69.7 Mio. Hauptgründe waren das tiefere Schweizer Franken Zinsniveau sowie ein geringeres Kreditvolumen.
  • Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft: Dieses erhöhte sich um 7.8 Prozent auf CHF 74.4 Mio. Ausschlaggebend waren die höheren durchschnittlich betreuten Kundenvermögen sowie die Steigerung der Margen im Private Banking nach der Überarbeitung des Leistungsversprechens.
  • Handelsgeschäft: Der Handelserfolg normalisierte sich auf CHF 16.3 Mio. und lag damit 13.9 Prozent unter dem hohen Vorjahreswert.
  • Finanzanlagen: Der Erfolg aus Finanzanlagen stieg 13.4 Prozent an auf CHF 10.0 Mio. Der Anstieg ist auf höhere Dividendenerträge zurückzuführen.
  • Übriger Erfolg: Der übrige Erfolg lag bei CHF 1.2 Mio. Die Vergleichsperiode war durch einmalige Versicherungsleistungen von CHF 4.6 Mio. positiv beeinflusst.

Geschäftsaufwand

Der Geschäftsaufwand reduzierte sich um 5.3 Prozent auf CHF 135.2 Mio. Sowohl der Personalaufwand als auch der Sachaufwand und die Abschreibungen entwickelten sich gegenüber der Vorjahresperiode rückläufig und trugen damit zur Verbesserung der Profitabilität bei.

  • Personalaufwand: Der Personalaufwand verringerte sich um 3.2 Prozent auf CHF 83.2 Mio., insbesondere aufgrund eines tieferen durchschnittlichen Personal­bestands. Dieser lag 1.4 Prozent tiefer als in der Vorjahresperiode.
  • Sachaufwand: Der Sachaufwand sank um 11.8 Prozent auf CHF 37.0 Mio. Insbesondere in den Kategorien Informations­technologie und Professional Services konnten die Kosten deutlich reduziert werden.
  • Abschreibungen: Die Abschreibungen reduzierten sich um 12.0 Prozent auf CHF 13.2 Mio. Dazu trug vor allem das Auslaufen von Abschreibungen auf grössere Investitionen früherer Jahre bei.
  • Wertberichtigungen, Rückstellungen und Verluste: Die Wert­berichtigungen auf Kreditrisiken beliefen sich auf netto CHF –0.1 Mio. Die Position Rückstellungen und Verluste erhöhte sich auf CHF 1.9 Mio., blieb jedoch insgesamt auf einem tiefen Niveau.

Insgesamt verbesserte sich die Cost/Income Ratio gegenüber der Vorjahresperiode um 2.7 Prozentpunkte auf 78.8 Prozent und reflektiert die Verbesserung der operativen Effizienz.

Bilanz

Die Bilanzsumme belief sich per 30. Juni 2026 auf CHF 11.5 Mrd. und lag damit 7.3 Prozent über dem Wert per Ende 2025. Ausschlaggebend waren insbesondere höhere Kundeneinlagen.

Aktiven

Die VP Bank verfolgt weiterhin eine konservative Risiko- und Anlagepolitik. Die hohe Qualität der Kredit­engagements sowie die breite Diversifikation des Finanzanlagenportfolios bilden die Grundlage einer stabilen Bilanzstruktur. Per 30. Juni 2026 beliefen sich die Kundenkredite auf CHF 5.8 Mrd. und lagen damit 2.6 Prozent unter dem Wert per Ende 2025. Davon entfielen CHF 3.7 Mrd. auf Hypotheken.

Passiven

Die Kundeneinlagen beliefen sich per 30. Juni 2026 auf CHF 9.4 Mrd. (+9.2 Prozent) und stellten mit 82.2 Prozent der Bilanzsumme weiterhin die wichtigste Refinanzierungs­quelle der VP Bank Gruppe dar. Das Verhältnis von Krediten zu Kundeneinlagen betrug 61.3 Prozent und verdeutlicht die solide Refinanzierungs­situation der Gruppe.

Eigenmittel und Liquidität

Die VP Bank Gruppe verfügt weiterhin über eine sehr starke Kapital- und Liquiditätsausstattung. Per 30. Juni 2026 lag die CET1- beziehungsweise Tier-1-Quote bei 26.0 Prozent. Die Liquidity Coverage Ratio (LCR) betrug 157.6 Prozent, die Leverage Ratio 9.9 Prozent und die Net Stable Funding Ratio (NSFR) 164.9 Prozent. Sämtliche regulatorischen Anforderungen wurden damit übertroffen, was die hohe finanzielle Stabilität und Widerstandsfähigkeit der VP Bank Gruppe unterstreicht.