43 Managementbeteiligungsplan
Für die Gruppen- beziehungsweise Geschäftsleitung und ausgewählte Key Manager besteht ein langfristiges und wertorientiertes Entlohnungsmodell. Details dazu finden sich im Vergütungsbericht.
Die Verbuchung der Managementbeteiligungen erfolgt im Geschäftsjahr, welchem sie wirtschaftlich zugehören, unabhängig vom effektiven Zahlungsfluss. Für Aktien- und Cashpläne mit aufgeschobener Vergütung wird der Aufwand für den gesamten Erdienungszeitraum geschätzt, aktualisiert und über diesen pro rata temporis im Personalaufwand erfasst.
Der Gesamtbetrag der variablen Vergütung wird im Rahmen einer als Value Share bezeichneten Bandbreite bestimmt und stützt sich in erster Linie auf den Nettogewinn der VP Bank Gruppe ab. Der Verwaltungsrat nimmt eine faktenbasierte Beurteilung der Gesamtsumme der variablen Vergütung vor und kann die Summe anpassen. Bei schlechtem Geschäftsgang reduziert sich der Gesamtbetrag der variablen Vergütung entsprechend und kann auch null betragen. Dabei wird der mehrjährige risikoadjustierte Erfolg der VP Bank Gruppe (siehe Grafik unten) miteinbezogen, der dem nachhaltigen Geschäftserfolg, den Kapitalkosten und damit den aktuellen und künftigen Risiken Rechnung trägt.
Berechnung des risikoadjustierten Profits
Die Summe der Rückstellungen für variable Vergütungen muss insgesamt tragbar sein. Niemals darf durch sie die VP Bank Gruppe oder eine einzelne Tochtergesellschaft in finanzielle Schwierigkeiten kommen. Dabei wird auch der Einfluss auf die Eigenkapitalsituation der Gruppe berücksichtigt.
Gemäss dem durch den Verwaltungsrat am 11. Dezember 2025 beschlossenen Modell besteht die Entlohnung des Group Executive Management aus folgenden Komponenten:
- Einem fixen Basislohn; dieser wird vom Verwaltungsrat mit den einzelnen Mitgliedern vertraglich vereinbart. Zum Basislohn hinzuzurechnen sind anteilige Beiträge an die Kaderversicherung und an die Pensionskasse, die von der VP Bank bezahlt werden.
- Einem Restricted Share Plan (RSP); dies ist eine langfristige, variable Managementbeteiligung in Form von Namenaktien A der VP Bank AG und dient der langfristigen Verpflichtung in Form von Aktien. Der RSP wird über die Plandauer von fünf Jahren jeweils zu einem Fünftel pro Jahr in Form von VP Bank Namenaktien A ausbezahlt. Nach Übertragung bleiben diese für ein weiteres Jahr gesperrt. Bis zum Eigentums-übertrag behält sich der Verwaltungsrat das Recht vor, bei definierten Ereignissen sowie in ausserordentlichen Situationen, die zugeteilten Anwartschaften zu verringern oder auszusetzen. Der Anteil des RSP beträgt 50 Prozent der gesamten variablen Erfolgsentschädigung.
- Einem Cash Deferral Plan (CDP); dies ist eine langfristige Managementbeteiligung in Form von Barausschüttungen. Die Auszahlung erfolgt anteilsmässig, über fünf Jahre verteilt. Bis zum jeweiligen Zeitpunkt der Barauszahlung behält sich der Verwaltungsrat das Recht vor, bei definierten Ereignissen sowie in ausserordentlichen Situationen die zugeteilten Baranwartschaften zu verringern oder auszusetzen. Der Anteil des Cash Deferrals beträgt 10 Prozent der gesamten variablen Erfolgsentschädigung.
- Einer unmittelbaren Barentschädigung (STI), deren Anteil 40 Prozent der gesamten variablen Erfolgsentschädigungen beträgt.
Der Verwaltungsrat legt jährlich die Planungsparameter der variablen Erfolgsbeteiligung (RSP, CDP, STI) sowie deren Höhe fest. Der Zielanteil an der Gesamtvergütung richtet sich nach Funktion und Marktgepflogenheiten.
Zur Erfüllung regulatorischer Vorschriften wird zusätzlich in begründeten Fällen ein Restricted Share Plan (RSP) eingesetzt, um besondere Retention-Massnahmen umzusetzen, um entgangene Leistungen beim früheren Arbeitgeber zu entschädigen oder für allfällige Abfindungszahlungen.
In der nachfolgenden Tabelle (Managementbeteiligungsplan) werden im Einklang mit den oben beschriebenen Vergütungsgrundsätzen sämtliche bei der VP Bank geführten Aktienpläne abgebildet und nicht nur die Aktienpläne, welche das Key Management betreffen.
Instrumente der variablen Vergütung
Managementbeteiligungsplan (LTI)
Anzahl | 2025 | 2024 | Veränderung in % | |
Bestand Anrechte am Jahresanfang | 24'178 | 26'107 | –7.4 | |
Neue Anrechte | 18'495 | 14'525 | 27.3 | |
Veränderung Anrechte durch Zuteilung | –15'045 | –15'034 | –0.1 | |
Veränderung Anrechte durch Verfall | –23 | 89 | –125.8 | |
Veränderung Anrechte infolge Faktoränderungen | 710 | –1'509 | 147.1 | |
Bestand kalkulierte Anrechte am Jahresende | 28'315 | 24'178 | 17.1 |
in CHF 1'000 | 2025 | 2024 | Veränderung in % | |
Über Vesting-Periode erfasster Personalaufwand für zugeteilte Managementbeteiligung | 1'476 | 1'587 | –7.0 | |
Fair Value der Managementbeteiligung am Zuteilungstag1 | 1'246 | 1'406 | –11.4 | |
Personalaufwand für Managementbeteiligung im Berichtsjahr | 1'551 | 1'224 | 26.7 | |
Abgrenzung Managementbeteiligung im Eigenkapital zum Jahresende | 2'344 | 2'269 | 3.3 |
1Der Fair Value errechnet sich nach der direkten Methode aus der Anzahl der zugeteilten Namenaktien A multipliziert mit dem Schlusskurs der Namenaktien A vom Vortag der Zuteilung.